Mittwoch, 19. Februar 2014

Diese eine große Liebe - Julianne Bedford

Eine Liebesgeschichte, die einen überraschen und verzaubern kann.

Daten:
Verlag: Knaur
Seitenzahl: 491
Preis: 8,95 €
Ausgabe: Taschenbuch
Originaltitel: The one true ocean
Einzelband

Inhalt:
Als die junge Shelby das erste Mal einen Blick auf das alte Haus wirft, ist sie sofort fasziniert. Hier residierte eins eine bedeutende Familie, und der Atem der Geschichte scheint durch die Räume zu ziehen. Shelby kauft das Haus und fühlt sich immer stärker in seine Vergangenheit hineingezogen. Eines Tages begegnet ihr in einem der Zimmer ein höchst attraktiver Mann: Der melancholische Lucas scheint aus einer anderen Zeit zu stammen, und Shelby verliebt sich Hals über Kopf…

Aufbau:
Das Cover hätte mich so nicht angesprochen. Das Grün ist überhaupt nicht mein Fall und die vielen Blumen finde ich schon etwas zu viel.
Das Buch umfasst mit knapp 500 Seiten nur 23 Kapitel, sodass die Kapitel sehr lang sind. Teilweise haben sie 20 Seiten. Deshalb ist dieses Buch auch eher nichts für Kapitelleser, auch wenn ich fand, dass sich die einzelnen Kapitel relativ schnell weg lesen ließen, vor allem, weil das Buch auch nicht so ein großes Format hat.

Handlung:
Dieses Buch habe ich im Rahmen der Lieblingsbuch-Aktion von GirlWithTheBooks  gelesen. Meine Lesefortschritte könnt ihr hier gerne noch einmal nachlesen: Klick!
Als ich den Klappentext das erste Mal gelesen habe, habe ich mir schon gedacht, worauf die Geschichte hinauslaufen könnte. Irgendwann hat sich diese Vermutung bestätigt und das finde ich ganz gut. Allerdings hat die Autorin eine Art dabei verwendet, die mir nicht so sehr gefallen hat.
Teilweise mutet der Roman etwas historisch an und da ich nicht gerne historische Bücher lese, haben mir diese Stellen eher weniger gefallen.
Auch andere Szenen hätten für mich kürzer gefasst werden können. Mit knapp 500 Seiten ist das Buch auch nicht gerade dünn.
Das Ende habe ich mir so gewünscht. Letztendlich fand ich es dann aber doch etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man darüber nachdenkt, was es für einige Figuren zu bedeuten hat.

Charaktere:
Shelby fand ich sehr sympathisch. Ihre Liebe für das alte Haus ist zwar schon etwas suspekt, weil es komplett verfallen ist und nicht einmal richtig erklärt wird, warum sie es so liebt – zumindest ist bei mir nichts hängen geblieben – aber sie hat eine starke, manchmal vorlaute Art, die ich an ihr bewundere, vor allem, wenn man bedenkt, in welcher Situation sie sich befindet. Das ist aber gleichzeitig auch ein Minuspunkt, denn Shelby hat sich meiner Meinung nach ein bisschen zu schnell in die neue Situation eingewöhnt. Diese Situation ist nicht gerade einfach und trotzdem kommt sie sehr schnell damit klar und akzeptiert es. Das fand ich an einigen Stellen doch etwas fragwürdig.
Wenn es um den männlichen Part – nämlich Lucas – geht, weiß ich ehrlich gesagt nicht, warum Shelby sich in ihn verliebt hat. Ich fand ihn nicht sonderlich sympathisch. Als sie das erste Mal mit ihm spricht, passiert in dieser Szene etwas, was mir Lucas sehr unsympathisch gemacht hat. Das hat sich erst im Laufe der Geschichte gelegt, als sein Charakter sich etwas mehr herauskristallisierte. Er ist ein Familienmensch und fähig, stark zu lieben. Aber er ist auch kräftig und verteidigt seine Ehre. Das fand ich im späteren Verlauf des Buches gut dargestellt und toll an ihm. Allerdings passierte im Laufe der Geschichte immer mal wieder etwas, bei dem sich meine Meinung von ihm wieder ins Negative zu wenden drohte. Doch alles in allem fand ich ihn okay.

Schreibstil:
Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen. Einige Szenen fand ich etwas zu genau beschrieben, sodass es in Langeweile abzudriften drohte.
Die Geschichte ist in der dritten Person geschrieben.

Fazit:
Diese eine große Liebe lässt mich sehr zwiegespalten zurück. Schon beim Lesen habe ich immer zwischen drei und vier Sternen geschwankt. Letztendlich kann ich das Buch aber jedem Romantik- und auch ein bisschen Historikfan empfehlen, denn für sie ist es mit Sicherheit eine sehr gute Lektüre.
Ich kann diesem Buch letztendlich drei Sterne geben, was für mich immer noch sehr gut ist. Allerdings haben mich doch einige Dinge gestört, die es für mich nicht zu einem Vier-Sterne-Buch heben können.
Trotzdem hat mir das Buch sehr viel Freude bereitet und ich bereue es auf keinen Fall, es gelesen zu haben.

Bewertung: 3 Sterne

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