Montag, 3. Juli 2017

Malou Diebin von Geschichten - Lisa Rosenbecker




In diesem Buch werden Buchideen gestohlen.

Verlag: Impress
Seitenanzahl: 301
Ausgabe (Preis): E-Book (3,99 €)
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Jeder weiß, dass der Kuss einer Muse auch aus dem gewöhnlichsten Menschen einen gefeierten Autor machen kann. Doch die wenigsten wissen um die Anti-Musen, wie Malou Winters eine ist. Als Tochter einer Normalsterblichen und einer Romanfigur hat sie von der versteckten Zwischenweltbibliothek aus Zugang zu sämtlichen Londoner Buchwelten, die jemals erdacht und aufgeschrieben wurden. Statt jedoch zu inspirieren, ist es ihre Bestimmung, nicht zu Papier gebrachte Ideen zu finden und zu löschen. Eine Lebensaufgabe, die sie nicht selten frustriert, vor allem da in letzter Zeit etwas mit den Personen, zu denen ihre Aufträge sie führen, nicht zu stimmen scheint. Und dann gerät sie auch noch ins Visier eines nicht unattraktiven jungen Mannes, der gefährlich nah dran ist, ihre wahre Identität zu erraten…

Dieses Buch vereint Fantasy mit Liebe und Krimi. Die Fantasyelemente fand ich toll. Die Idee, dass es Anti-Musen gibt, die Buchideen stehlen, hat mir von Anfang an gefallen. Aber es gab auch einige andere Ideen, die mich positiv überrascht haben und die ich einfach toll fand.

Die Liebe steht nicht im Vordergrund, aber sie ist da und es hat mir gut gefallen, dass es keine Dreiecksgeschichte oder dergleichen war, sondern eine zarte Liebe, die sich nach und nach entwickelt.

Die Krimielemente entstehen dadurch, dass Malou eines Tages einen ihrer Aufträge ermordet auffindet. Damit reißen die schrecklichen Ereignisse aber nicht ab, im Gegenteil Malou wird immer weiter hineingezogen und beginnt mit ihren Freunden zu ermitteln.

In diesem Buch begegnen einem sehr liebenswerte Charaktere. Malou ist, trotzdessen dass sie in London aufgewachsen ist, leidenschaftliche Kaffeetrinkerin. Außerdem liebt sie ihren eigensinnigen Kater Sheldon. Das Besondere an ihr ist, dass sie eine Anti-Muse ist, die Tochter einer realen Mutter und einer Buchfigur als Vater. Als Anti-Muse stiehlt sie im Auftrag jene Buchideen, die nicht das Licht der Welt erblicken sollen.

An ihrer Seite ist auch immer ihre Mutter,  die sie überall unterstützt, wo sie nur kann.

Lansbury ist Chief bei Scotland Yard. Er ist ein leidenschaftlicher Teetrinker, öfter schlecht gelaunt, aber absolut liebenswert. Er hat einen großen Beschützerinstinkt und Angst vor eigenen Fehlern.

Außerdem begegnen einem in diesem Buch ein etwas anderer Sherlock Holmes und ein besonderer Watson, die einfach toll zusammen waren.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er lässt einen leicht durch die Geschichte kommen und ist auch an der einen oder anderen Stelle humorvoll.

Der Showdown konnte mich leider nicht so ganz überzeugen. Es ging alles sehr schnell und ergab im Hinblick auf eine Person nicht so ganz einen Sinn. Am Ende gibt es allerdings noch eine tolle Überraschung, die ich einfach super fand. Schade finde ich, dass das aber nicht weiter ausgeführt wurde.

Insgesamt konnte mich das Buch begeistern. Lasst euch von Malous Art überzeugen und taucht in eine besondere Buchwelt ein. Für Fans des Fantastischen und für diejenigen, die Bücher über Bücher lieben, kann ich dieses Buch nur empfehlen.

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